Am letzten Abend sitzen wir zusammen und schauen uns Fotos an. Der Fotograf hat die Woche festgehalten, unauffällig, und jetzt schauen wir uns die Bilder gemeinsam auf dem Rechner an: nasse Haare, ein Board unterm Arm, ein Lachen, das sich nicht stellen lässt. Eine TeilnehmerIn schrieb mir danach, drei dieser Bilder hängen jetzt bei ihr im Bad.
Das ist der Moment, an dem ich merke: da ist etwas geblieben. Mehr als eine schöne Woche am Meer – etwas, das mitgekommen ist, nach Hause, ins Bad, in den Alltag.
Ich werde oft gefragt, was mein Surf Retreat mit Coaching anders macht als ein Yoga-Retreat oder ein Surfcamp. Die ehrliche Antwort: fast alles. Ich schreibe hier mal auf, was genau.
Kurzantwort:
Mein Surf Retreat mit Coaching verbindet festes, tägliches Surfen mit Begleitung für mentale Gesundheit und Resilienz, rund um die Uhr. Die Gruppe ist klein, die Mitglieder sind über vierzig, niemand muss performen. Was du im Wasser spürst, bringst du danach in deinen Alltag.
Was unterscheidet ein Surf Retreat mit Coaching von einem klassischen Surfcamp?
Andere Retreats – auch in der Casa, in der ich selbst immer bin – bieten sicher gute Inhalte. Nur ist das Surfen dort oft optional, dazu buchbar wie ein Ausflug, denn meist sind es Yoga-Retreats, deren Fokus auf Yoga liegt. Surfretreats wiederum haben den Fokus auf dem Surfen selbst, auf dem Lernen oder Verbessern der eigenen Surfpraxis. Bei den meisten Retreats gehört Coaching für mentale Gesundheit und Resilienz gar nicht erst zum Programm.

Eine TeilnehmerIn, die im Jahr davor schon in einem klassischen Surfcamp gewesen ist, hat mir danach geschrieben, dass sie diese Woche als etwas völlig anderes erlebt hat. Klarer. Und, wie sie es nannte, tiefer, wegen der Art, wie die Woche aufgebaut ist.
Bei mir ist Surfen fester Bestandteil der Woche, aus einem klaren Grund: was dein Körper im Wasser spürt, wie sich eine Welle anfühlt, die kommt, dich trägt und wieder geht, setzt sich anders in dir fest als jede Erklärung im Kopf. Du begreifst es nicht nur, du spürst es. Und was du spürst, nimmst du mit nach Hause – anders als das, was du nur gehört hast.

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Warum musst du bei mir nicht performen?
Die Gruppen sind klein. Die Mitglieder sind über vierzig. Und die wichtigste Regel der Woche: du musst hier nicht performen. Niemand fragt deine Leistung ab, weder im Wasser noch beim Reflektieren am Nachmittag. Es geht darum, bei dir anzukommen – und von den anderen in der Gruppe zu lernen, mit ihnen im Austausch zu sein, sich gegenseitig zu stützen.
Das heißt nicht, dass es nur ernst zugeht. Es geht um Spaß und Freude genauso wie um Ruhe und Stille. Beides gleichzeitig. Du darfst tiefer gucken, dir unbequeme Fragen stellen – und überraschende Antworten bekommen, mit denen du nicht gerechnet hast.
Die ganze Woche über bist du versorgt, umsorgt, nicht allein. Und hast trotzdem Zeit für dich. Im Aufbau ist das Programm wie eine Heldenreise: du machst dich auf den Weg, lässt dich auf Neues ein und kommst gestärkt zurück.

Für wen ist ein Surf Retreat mit Coaching sinnvoll?
Zu mir kommen Menschen, die aus ihrer Komfortzone raus wollen. Die das Gefühl haben festzustecken oder sich im Alltag gefangen fühlen. Die die Freude im Alltag verloren haben und sich nach etwas sehnen, das sie sich schon lange gewünscht haben. Mütter oder Väter, deren Kinder gerade älter werden und die merken: jetzt darf ich wieder mehr auf mich schauen. Menschen nach einer Trennung, die sich plötzlich fragen: Wer bin ich eigentlich, ohne meine Partnerin, meinen Partner? Was macht mich aus? Was liebe ich?
Was bleiben darf, ist die Erfahrung: du bist gut, so wie du bist. Und du darfst dich verändern, immer wieder dazulernen, Freude in dein Leben einladen.
Und die Wellen – im Meer wie im Leben – gehen vorüber.
Was noch bleibt, ist die Macht, die du darüber hast, wie du das bewertest, was dir passiert.
Eine TeilnehmerIn schrieb mir noch etwas anderes: dass die Freudeliste, die sie in der Woche geschrieben hat, jetzt öfter auf ihrem Tisch liegt. Dass es manchmal gelingt, sie in den Alltag zu holen, und manchmal nicht. Und dass das ok ist.

Eine andere TeilnehmerIn hat mir geschrieben, aus einer ganz anderen Stimmung heraus, voller Energie noch von der Woche. Was ihr geblieben ist: das Leben steht nie still, genauso wenig wie das Meer. Wellen kommen, groß und klein. Und die Aufgabe ist, an ihnen zu wachsen.
Genau das ist der Unterschied. Kein Kurs endet mit solchen Sätzen.
Was ein Retreat im Kern ausmacht, jenseits von Surfen und Vergleichen, habe ich hier ausführlicher beschrieben: Was ist ein Retreat? Mehr als eine Auszeit. Und was genau in einer Woche Surf & Soul passiert, mit Terminen und Preisen, steht hier: Das Surf & Soul Retreat: Mehr als ein Surfcamp.
Wenn du spürst, dass du bereit bist für deine eigene Welle: hier findest du alles zu meinem nächsten Retreat.
