Ich kenne schwere Zeiten. Zeiten, in denen das Leben wenig danach gefragt hat, was ich mir wünsche, wofür ich bereit bin oder wie viel ich gerade noch tragen kann. Ich kenne Verlust, Abschied und diese Momente, in denen die eigene Geschichte so eng wird, dass kaum noch etwas anderes darin Platz findet.
Und ich kenne Freude.
Manchmal laut und wild. Manchmal so leise, dass ich sie beinahe übersehe. Der erste Frühlingssonnenstrahl auf meiner Haut. Der erste Schluck Tee am Morgen. Ein Lied im Auto. Ein Sprung ins kalte Wasser. Ein Lachen, das mich für einen Moment alles andere vergessen lässt.
Wir wählen Freude, wenn wir auch den kleinen, hellen Momenten in unserem Leben einen Platz geben.
Freude bedeutet für mich deshalb mehr als gute Laune. Sie ist eine bewusste Hinwendung zu dem, was mich berührt, nährt und lebendig sein lässt. Das Schwere verliert dadurch nichts von seiner Bedeutung – es bleibt auch ein Teil meiner Geschichte. Doch es ist nie die ganze Geschichte.
Was ist Freude?
Freude ist für mich mehr als gute Laune. Sie ist eine positive Emotion, die oft dort entsteht, wo ich etwas als berührend, nährend oder verbindend erlebe. Sie kann sich leise zeigen oder lebhaft, und sie erinnert mich daran, dass mein Erleben größer ist als das, was mich gerade belastet.
Wir wählen Freude – was bedeutet das eigentlich?
Vieles lässt sich im Leben nicht wählen. Ob ich einen geliebten Menschen verliere, ob eine Beziehung endet, ob mein Körper krank wird oder sich das Leben plötzlich in eine völlig andere Richtung bewegt – darüber entscheide ich nicht.
Auch meine erste emotionale Reaktion lässt sich kaum kontrollieren. Das Nervensystem reagiert häufig schneller als die bewusste kognitive Verarbeitung. Angst, Trauer, Wut, Erschöpfung oder Überforderung sind keine falschen Entscheidungen, sondern menschliche Reaktionen. Sie gehören zum Erleben dazu.
Und trotzdem gibt es einen Bereich, in dem mit der Zeit wieder Wahl möglich werden kann.
Der stoische Philosoph Epiktet beschrieb bereits vor fast zweitausend Jahren, dass Menschen auch unter den Vorstellungen leiden, die sie mit den Dingen verbinden.
In heutiger Sprache würde ich sagen: Ich erlebe mein Leben immer auch durch die Geschichten, die ich mir darüber erzähle.
Eine schwierige Erfahrung kann in mir den Satz hinterlassen: „Das passiert immer mir.“ Sie kann in mir ebenso die Frage öffnen: „Was brauche ich jetzt, und wie möchte ich damit weitergehen?“
Das Geschehene bleibt dasselbe – die Geschichte, die ich mir erzähle, gibt dem Ereignis Bedeutung und beeinflusst, wie ich damit umgehe.
Auch Viktor E. Frankls Arbeit ist von dem Gedanken geprägt, dass selbst unter Bedingungen, die wir nicht bestimmen können, eine innere Freiheit bleiben kann: die Freiheit, eine Haltung zu dem einzunehmen, was uns widerfährt.
Diese Freiheit steht mir nicht in jedem Augenblick gleichermaßen zur Verfügung. Manchmal braucht es Zeit, Unterstützung, einen Menschen, der hält, wenn ich selbst gerade kaum Halt finde. Doch irgendwann kann sich wieder ein kleiner Raum öffnen.
In diesem Raum liegt die Wahl.
Freude und Schwere dürfen nebeneinander existieren
Freude zu wählen bedeutet für mich, das Leben in seiner ganzen Wirklichkeit zu sehen. Schwere bleibt schwer. Verlust bleibt Verlust. Trauer, Angst und Erschöpfung verschwinden nicht, weil ich mich für einen Moment über etwas freue. Und deshalb dürfen Freude und Schwere nebeneinander existieren.
Wir können traurig sein und plötzlich lachen. Wir können erschöpft sein und die Wärme der Sonne genießen. Wir können einen Menschen vermissen und gleichzeitig dankbar für das gemeinsame Leben sein. Wir können mitten in einer Krise einen Augenblick von Schönheit, Nähe oder Leichtigkeit erleben – solche Momente verändern das Schwere nicht, aber sie erinnern uns daran, dass unser Erleben größer ist als das, was uns gerade belastet.
Ich dachte manchmal selbst, Freude müsse warten. Bis alles geklärt ist. Bis die Arbeit erledigt ist. Bis es den Menschen, die ich liebe, wieder besser geht. Bis ich die Antwort auch das Warum gefunden hatte.
Doch Freude fragt selten nach dem richtigen Zeitpunkt. Sie taucht auf. Die eigentliche Frage ist, ob ich sie hier und jetzt bemerke, ob ich einen Moment bei ihr bleibe und ob ich mir erlaube, sie zu fühlen.
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Freude ist kein Verrat an der Trauer
Gerade in schweren Zeiten kann sich ein freudiger Moment fast unpassend anfühlen. Darf ich lachen, wenn ein Mensch, den ich liebe, leidet? Darf ich das Leben genießen, obwohl etwas Wichtiges fehlt? Vielleicht kennst du diese innere Stimme auch, die flüstert, dass Freude erst wieder erlaubt sei, wenn die Trauer vorbei, das Problem gelöst oder das Leben wieder geordnet ist.
Ein Lachen nimmt einem Verlust nichts von seiner Bedeutung. Ein schöner Moment löscht keine schmerzhafte Erfahrung aus. Genuss bedeutet nicht, dass mir das Leid anderer gleichgültig ist. Freude und Trauer können gleichzeitig in einem Menschen leben – und das ist vielleicht eine unserer großen menschlichen Fähigkeiten: mehr als eine Wahrheit zur gleichen Zeit halten zu können.
Ich kann traurig sein und das Meer lieben. Ich kann jemanden vermissen und über eine Erinnerung lachen. Ich kann erschöpft sein und mich auf den ersten Tee freuen. Ich kann das Weltgeschehen schwer ertragen und trotzdem mit einem Menschen tanzen, den ich liebe. Freude braucht keinen vollständig aufgeräumten Raum – sie braucht meine Erlaubnis.
Wir wählen Freude, indem wir den Blick weiten
Das Gehirn richtet seine Aufmerksamkeit besonders schnell auf Probleme, Gefahren und das, was fehlt. Das war für unser Überleben lange sehr sinnvoll. Im Alltag kann dieser Blick jedoch so viel Raum einnehmen, dass kleine gute Momente kaum noch ankommen.
Dann trinke ich den Tee, ohne ihn zu schmecken. Laufe durch die Sonne und denke bereits an den nächsten Termin. Bekomme eine liebe Nachricht und wende mich Sekunden später wieder der nächsten Aufgabe zu. Die Freude war da – mein System hatte nur kaum Zeit, sie wirklich zu registrieren.
Freude zu wählen bedeutet für mich deshalb auch, meinen Blick weit zu halten. Das Schwierige ernst nehmen und gleichzeitig wahrnehmen, was mich trägt. Einen angenehmen Moment nicht sofort überspringen. Meinem Körper ein paar Atemzüge Zeit geben, um zu spüren: Das tut gerade gut.

Manchmal ist Freude ein großes Ereignis. Sehr oft ist sie eine Mikrofreude – ein Geschmack, ein Geruch, ein Lied, ein Blick, ein Moment von Verbindung. Diese Momente wirken unscheinbar. Zusammengenommen zeigen sie aber, wie ich lebe und was mich lebendig macht.
Meine persönliche Freude- und Lust-Liste
Als ich den Aufruf zur Blogparade „Wir wählen Freude – meine persönliche Freude- und Lust-Liste“ geschrieben habe, wollte ich auch selbst genauer hinsehen.
Die Idee dazu entstand im Rahmen von The Content Society bei Judith Peters, die auf ihrem Blog ausführlich erklärt, wie eine Blogparade funktioniert und was sie zu einem besonderen Austauschformat macht.
Was macht mir wirklich Freude?
Worauf habe ich Lust?
Welche Momente nähren mich, und welche davon gehen in meinem Alltag leicht unter?

Wir wählen Freude auf sehr unterschiedliche Weise. Meine persönliche Freude- und Lust-Liste zeigt, was diese Wahl in meinem Leben konkret bedeutet.
Ich wähle das Meer
Ich wähle den Geruch von Salz in der Luft, das Geräusch der Wellen und den Blick auf den Horizont, der etwas in mir weit werden lässt.
Besonders liebe ich diesen ersten Blick aufs Meer nach einer langen Autofahrt, wenn plötzlich alles in mir aufatmet und ich am liebsten sofort Schuhe und Alltag abstreifen würde.
Ich wähle den Moment, in dem meine Füße den Boden verlassen und das Wasser mich trägt. Das erste Eintauchen, auch wenn es kalt ist, Muscheln, die ich noch immer aufhebe wie früher, und Sonnenuntergänge, bei denen selbst eine gesprächige Runde für einen Moment still wird.
Ich wähle nasse Haare, Salz auf der Haut, Sand an Stellen, an denen er eigentlich nichts zu suchen hat, und diese angenehme Erschöpfung nach einer langen Zeit im Wasser.
Und ich wähle das Gefühl, dass die Welt für einen Moment größer ist als meine Gedanken.

Ich wähle Surfen
Ich wähle das Kribbeln vor einer Welle, das Warten, das Anpaddeln, den Augenblick, in dem das Board Fahrt aufnimmt und ich spüre, dass die Welle mich mitnimmt.
Ich wähle das Fallen, das Aufstehen und den nächsten Versuch.
Ich wähle die Freude, wenn etwas gelingt, das wenige Minuten zuvor noch unmöglich schien. Die Demut vor dem Meer. Und dieses ganz besondere Gefühl von Lebendigkeit, das entsteht, wenn ich vollkommen im Moment bin.
Ich wähle Bewegung
Ich wähle Schwimmen am Morgen, Fahrradfahren mit Wind im Gesicht, Barfußlaufen im Sand, Tanzen, immer ohne Choreografie. Das Gefühl, meinen Körper zu spüren, anstatt nur über ihn nachzudenken. Tiefe Atemzüge, Dehnen, Ausschütteln und das angenehme Ziehen in den Muskeln nach Bewegung.
Die Momente, in denen mein Körper mir zeigt, dass ich da bin.
Ich wähle Menschen
Ich wähle Gespräche, die tiefer gehen als „Wie geht es dir? – Gut“, und Menschen, mit denen ich genauso gut laut lachen wie lange schweigen kann.
Ich wähle Freundschaften, die Jahre, Umzüge, Veränderungen und unterschiedliche Lebensphasen überstehen.
Ich wähle Mama-Sohn-Zeit ohne ständig auf die Uhr zu schauen, gemeinsame Konzerte, Urlaube, Surfsessions und Gespräche, die viel länger dauern als geplant.

Ich wähle Küchendisco beim Kochen, spontane Tanzmomente und das Lachen, bei dem irgendwann der Bauch wehtut und niemand mehr genau weiß, worüber wir ursprünglich gelacht haben.
Ich wähle Sprachnachrichten von Herzensmenschen, gemeinsame Mahlzeiten, Lagerfeuerabende und Pläne, die sich großartig anhören, auch wenn wir sie vielleicht niemals umsetzen.
Ich wähle das Gefühl, gesehen zu werden, und die Freude, einen anderen Menschen wirklich zu sehen.
Ich wähle Gemeinschaft
Ich wähle den Moment, in dem aus fremden Menschen eine Gruppe wird – wenn Gespräche offener werden, wenn jemand etwas von sich zeigt und andere spüren: Ich bin damit nicht allein.
Das gemeinsame Lachen in Retreats und Workshops. Die Gespräche nach dem offiziellen Ende.
Den Augenblick, in dem ein Raum eine eigene Wärme entwickelt. Verbindung, die sich nicht planen lässt und trotzdem entsteht.

Ich wähle Arbeit, die Sinn ergibt
Ich wähle den Moment, in dem ein Mensch wieder Zugang zu sich selbst findet – wenn sich im Gesicht etwas löst, wenn ein Satz plötzlich eine Tür öffnet, wenn jemand erkennt, dass das eigene Verhalten einen guten Grund hatte und neue Möglichkeiten entstehen dürfen.
Ich wähle es, Räume für Entwicklung zu gestalten. Schreiben, Denken, Verbinden, Erinnern. Ideen, die erst vage sind und langsam Gestalt annehmen. Die Freude daran, Menschen in den Schleudergängen ihres Lebens zu begleiten.
Ich wähle Neues
Ich wähle das erste Mal – auf einem Surfboard, an einem unbekannten Ort, mit einer Idee nach außen zu gehen.
Ich wähle Neugier. Den Moment vor dem Anfang, in dem Aufregung und Unsicherheit kaum voneinander zu unterscheiden sind. Erfahrungen, bei denen ich noch nicht weiß, ob ich sie kann.
Ich wähle es, mich überraschen zu lassen.
Ich wähle Genuss
Ich wähle guten Tee und Kaffee, Essen, das mit Liebe gekocht wurde, frisches Brot, Obst, das nach Sonne schmeckt. Ein langes Frühstück ohne Eile.
Schöne Gläser, Kerzenlicht und einen gedeckten Tisch, auch wenn kein besonderer Anlass im Kalender steht. Farben, Düfte und Stoffe, die sich gut anfühlen. Lust auf Geschmack, Berührung, Wärme und Schönheit.
Ich wähle kleine Alltagsfreude
Ich wähle frische Bettwäsche, eine heiße Dusche, das erste Öffnen des Fensters am Morgen und den Duft von Tee oder Kaffee, der bis ins Schlafzimmer zieht.
Ich wähle Musik im Auto und Lieder, bei denen ich so laut mitsinge, dass die Menschen im Wagen neben mir vermutlich ihre ganz eigenen Gedanken dazu haben.
Ich wähle Blumen auf dem Tisch, eine liebe Nachricht, mit der ich nicht gerechnet habe, und Begegnungen im Supermarkt, aus denen plötzlich ein halbstündiges Gespräch wird.
Ich wähle das Geräusch von Regen, wenn ich drinnen sitze, den ersten warmen Tag im Frühling und das erste Barfußlaufen nach dem Winter.
Ich wähle den ersten Schmetterling des Jahres, Bienen bei der Arbeit und den täglichen Blick durch den Garten, bei dem ich prüfe, ob Früchte, Kräuter und Blumen über Nacht gewachsen sind.
Ich wähle Wolken, in denen wieder Figuren auftauchen, Erdbeeren direkt vom Strauch und Licht, das nach einem Sommerregen durch den Wald fällt.
Ich wähle ein Buch, das mich nicht mehr loslässt, einen freien Parkplatz, wenn ich spät dran bin, einen Herzstein, eine besondere Muschel und die kleine gelbe Blüte, die sich zwischen dem Asphalt ihren Platz gesucht hat.
Ich wähle den Geruch von warmem Asphalt, wenn die ersten Sommerregentropfen fallen.
Ich wähle das Gefühl, einen Punkt auf meiner Liste erledigt zu haben, und den Moment, in dem ich die Liste einfach liegen lasse und einen Umweg fahre, weil die Straße gerade schöner aussieht.

Ich wähle Stille
Ich wähle ein paar Minuten ohne Stimmen, Nachrichten und Anforderungen. Den Moment, in dem mein Atem ruhiger wird. Meditation, Yoga, Natur. Das Zurückkommen.
Einen einzigen bewussten Atemzug, wenn mehr gerade nicht möglich ist.
Die Stille, in der ich mich wieder hören kann.
Ich wähle Lust am Leben
Ich wähle Freude, die laut sein darf, und Freude, die niemand erklären muss. Albernheit, spontane Ideen, zu lautes Lachen und Tage, an denen ich morgens noch keine Ahnung habe, wohin sie mich führen.

Ich wähle Lust auf Abenteuer, Begegnung und Bewegung.
Ich wähle es, unerwartet über mich selbst zu lachen und mich durch einen Song, einen Geruch oder eine Erinnerung für einen Moment wieder wie zwanzig zu fühlen.
Ich wähle Verbindung, die in den Körper geht. Nähe, die sich kaum mit Worten erklären lässt, und den Moment, in dem zwei Menschen wirklich bei sich und gleichzeitig beieinander sind.
Ich wähle Begehren, Zärtlichkeit und Sex als Teil meiner Lebendigkeit und als Erinnerung daran, dass ich einen Körper habe, der fühlen will.
Ich wähle die Freude darüber, dass etwas, das früher wehgetan hat, heute friedlicher geworden ist.
Ich wähle den Moment, in dem ich bemerke, dass ich mutiger geworden bin, mich selbst wiedererkenne oder einen Menschen anschaue und einfach denke: Schön, dass es dich gibt.
Ich wähle das Unvernünftige, wenn es sich lebendig und zugleich stimmig anfühlt.
Das Meer, auch wenn später überall Sand ist.
Die Welle, auch wenn ich noch nicht weiß, ob ich sie surfen werde.
Und hin und wieder einen Tag ohne Plan, an dem das Leben selbst entscheiden darf, was als Nächstes passiert.
Was meine Freude über mich erzählt
Beim Schreiben dieser Liste ist mir aufgefallen, dass meine Freude oft mit denselben Erfahrungen verbunden ist: Weite, Wasser, Bewegung, Freiheit, Verbindung, Tiefe, Sinn, Neugier, Schönheit, Lebendigkeit.
Meine Freude zeigt mir, was mir wichtig ist. Sie ist wie eine Spur, der ich folgen kann. Sie sagt mir, wo mein Leben weit wird und wo ich mich selbst wieder deutlicher spüre. Sie zeigt mir auch, was im Alltag manchmal zu wenig Raum bekommt.
Denn eine Freude- und Lust-Liste ist mehr als eine Sammlung schöner Dinge – sie kann eine ehrliche Bestandsaufnahme sein.
Wie viel von dem, was mich nährt, findet tatsächlich in meinem Leben statt?
Worauf warte ich? Was darf wiederkommen?
Welche Freude habe ich so lange auf später verschoben, dass ich fast vergessen habe, wie sie sich anfühlt?
Mein Satz aus dieser Spurensuche lautet: Ich spüre Freude, wenn ich mich lebendig, verbunden und frei fühle, weil mir Bewegung, Tiefe und echte Begegnung wichtig sind.

Freude als Erlaubnis
Freude lässt sich nicht herstellen. Aber ich kann mich für sie öffnen, aufhören, sie an Bedingungen zu knüpfen.
Ich darf lachen, bevor alle Probleme gelöst sind. Genießen, während noch Fragen offen sind. Einen schönen Tag erleben und am nächsten wieder traurig sein. Freude empfinden, obwohl andere Menschen gerade leiden – aus dieser Freude kann sogar Kraft entstehen, mit der ich wieder für andere da sein kann.
Freude ist keine Belohnung für ein vollständig bewältigtes Leben. Sie gehört zum Leben selbst.
Welche Freude wählst du?
Dieser Beitrag ist mein eigener Beitrag zu meiner Blogparade „Wir wählen Freude: Aufruf zur Blogparade!“ Ich lade dich ein, deine eigene Liste zu schreiben.
Welche großen und kleinen Dinge bereiten dir Freude?
Welche Freuden begleiten dich schon lange?
Was möchtest du wieder in dein Leben holen?
Und welche Freude möchtest du dir endlich erlauben, obwohl gerade noch nicht alles leicht oder gelöst ist?
Du kannst mit einem eigenen Blogbeitrag teilnehmen oder deine Gedanken direkt unter meinem Aufruf teilen. Hier geht es zum Aufruf der Blogparade und zu allen Informationen zur Teilnahme.
Freude macht das Schwere nicht ungeschehen. Sie erinnert mich daran, dass das Leben auch in schweren Zeiten weiter durch mich hindurchfließt – und dass ich mittendrin wählen darf, was ich sehe.

2 Kommentare
Liebe Indira, vielen Dank für diese schöne und persönliche Einladung zur Reflexion und des sich-bewusst-machen.ich musste sofort daran denken, dass ich als Kind auf der Beerdigung meiner Mutter mit anderen Kindern Ball gespielt habe und wie gut das war!
Ahh, und ich überlege immer wieder, ob ich es nicht doch noch mit dem Surfen probieren soll, wenn ich lese was du schreibst und die schönen Fotos dazu. Das Meer, die Luft, der Wind und die Sonnenuntergänge – ja, die würden auch auf meiner Liste stehen. Ich gucke mir Deinen Aufruf auf jeden Fall an!
Herzliche Grüße,
Sona
Liebe Sona,
ich danke dir für deinen Kommentar.
Schön, dass du das damals so erleben durftest. Bei mir war das leider nicht so. Aber das ist eine andere Geschichte.
Ich würde mich sehr freuen, wenn du mal mitkommst. Habe dir ja schon gesagt – nicht den Traum vom Surfen aufgeben.
Vielleicht vereinbaren wir einfach mal einen Termin, so dass du dir ein noch besseres Bild machen kannst. Das nächste Retreat ist im Oktober oder sonst im nächsten Jahr. Melde dich gerne.
Herzliche Grüße
Indira